Photovoltaik optimieren – aber woran erkennt man eigentlich eine Verbesserung?
Bei der Entwicklung von EMmkd beschäftige ich mich aktuell intensiv mit dieser Frage.
Meine eigene PV-Anlage ist mit 1,6 kWp vergleichsweise klein. Die absoluten kWh-Werte im Screenshot wirken deshalb natürlich ganz anders als bei einer Anlage mit 10-, 15- oder 20-kWp.
Aber genau das macht einen interessanten Punkt deutlich:
Für die Beurteilung eines Energiemanagements sind nicht allein die absoluten Energiemengen entscheidend. Viel interessanter ist, was mit der verfügbaren Energie passiert.
Die EMmkd-Statistik zeigt deshalb nicht nur PV-Ertrag, Stromverbrauch, Netzbezug und Einspeisung. Sie soll sichtbar machen:
- Welcher Anteil des Verbrauchs wurde durch Solarenergie gedeckt?
- Wie viel Energie kam aus der Batterie und wie viel aus dem Netz?
- Wie viel Solarenergie wurde selbst genutzt?
- Wie viel wurde gespeichert oder eingespeist?
- Wie hoch sind Eigenverbrauch und Autarkie?
Damit wird aus einer Sammlung von Messwerten ein Werkzeug für die eigentliche Optimierung.
Das ist gerade für den derzeit laufenden Test des neuen EMmkd-Regelprofils wichtig. Mein Ziel ist ein möglichst ruhiger Stromfluss bei gleichzeitig optimaler Nutzung der verfügbaren Solarenergie.
Nach einer Änderung der Regelstrategie möchte ich deshalb nicht sagen müssen:
„Das scheint jetzt besser zu funktionieren.“
Sondern:
„Die Statistik zeigt, ob es tatsächlich besser funktioniert.“
Der Screenshot zeigt einige Tage dieses Monats. Wegen der nur 1,6 kWp großen PV-Anlage sind dabei weniger die absoluten kWh interessant als die Verteilung der Energie und die daraus errechneten Kennzahlen.
Genau darin sehe ich einen wichtigen Bestandteil von intelligentem Energiemanagement:
Messen. Verstehen. Optimieren. Vergleichen.